Glossar

Dieses Glossar soll Ihnen einen Überblick über die häufigsten Fachbegriffe geben.

Blasenentzündung

Entzündung der ableitenden Harnwege (Nierenbecken, Harnleiter, Harnblase und Harnröhre). Die meisten Harnwegsinfekte werden durch Bakterien aus dem Darm hervorgerufen, die durch die Harnröhre in die Blase aufsteigen und dort Entzündungen verursachen (sogenannte Cystitis), vor allem dann, wenn die Schutzschicht in der Blase (siehe GAG-Schicht) geschädigt ist. Harnwegsinfekte, oft als Blasenentzündung bezeichnet, können aber auch die Begleiterscheinung anderer Erkrankungen (zum Beispiel Diabetes mellitus) oder medizinischer Behandlungen sein (siehe Chemocystitis und Strahlencystitis). Klingen die Beschwerden wie Schmerzen beim Wasserlassen, häufiges Wasserlassen, Schmerzen im Bauch oder Becken, Fieber oder blutiger bzw. eitriger Urin trotz Behandlung nicht ab, spricht man von chronischen Harnwegsinfekten. Treten Infekte der Harnwege bei Frauen vor allem in jüngeren Jahren häufig auf, sind sie bei jüngeren Männern eher selten. Mit zunehmendem Alter sind Männer und Frauen etwa gleich häufig betroffen.

Blasenwand / Blasenoberfläche

Innenwand der Blase und weiterer ableitender Harnwege. Durch ihre Form können sich die Urothel-Zellen dem unterschiedlichen Füllungszustand der Blase anpassen und ermöglichen dadurch eine Ausdehnung nach innen. Die Zellen an der Oberfläche, die direkt dem Urin ausgesetzt sind, haben spezielle Membrane, die die Blasenwand wie ein Schutzfilm gegen körpereigene Keime und Reizstoffe abschotten.

BPS / Bladder Pain Syndrome

(IC Interstitial Cystitis Syndrome) – Lang andauernde, nicht durch Bakterien verursachte Blasenentzündung (siehe Blasenentzündung), die sich vor allem durch starken Harndrang, häufige Toilettengänge und Schmerzen im Becken- und Blasenbereich bemerkbar macht. Neun von zehn Betroffenen sind Frauen. Die genaue Ursache der Erkrankung ist bis heute unklar. Untersuchungen haben aber gezeigt, dass bei vielen Betroffenen die Schutzschicht (siehe GAG-Schicht) in der Blase geschädigt ist.

Chemocystitis

Häufige Begleiterscheinung bei der Behandlung von Harnblasentumoren. Dabei wird das Chemotherapeutikum über einen Katheter (siehe Katheter) direkt in die Blase eingebracht. Dort zerstört der Wirkstoff nicht nur die Tumorzellen, sondern auch gesundes Gewebe und führt zu Reizungen und Entzündungen des Urothels (siehe Urothel). Die Betroffenen leiden unter Schmerzen beim Wasserlassen und starkem Harndrang. Eine GAG-Ersatztherapie (siehe GAG-Ersatz) kann dazu beitragen, die geschädigte Schleimschicht in der Blase zu regenerieren und die Beschwerden abklingen zu lassen.

Chondroitinsulfat

Natürlicher Bestandteil des Bindegewebes, aber auch der Zell- und der Blasenoberfläche im menschlichen Körper. Chondroitinsulfat bindet molekular Wasser und bildet somit eine Schutzschicht zwischen Urin und Blasenwand. Es ersetzt die körpereigene GAG-Schicht an den Stellen, an denen es nötig ist. Weil Chondroitinsulfat ein natürlicher Wirkstoff ist, wie er auch im menschlichen Körper vorkommt, gibt es praktisch keine Nebenwirkungen.

Cystitis

(Harnwegsinfekte oder Blasenentzündung oder Cystitis)

Entzündung der ableitenden Harnwege (Nierenbecken, Harnleiter, Harnblase und Harnröhre). Die meisten Harnwegsinfekte werden durch Bakterien aus dem Darm hervorgerufen, die durch die Harnröhre in die Blase aufsteigen und dort Entzündungen verursachen (sogenannte Cystitis), vor allem dann, wenn die Schutzschicht in der Blase (siehe GAG-Schicht) geschädigt ist. Harnwegsinfekte, oft als Blasenentzündung bezeichnet, können aber auch die Begleiterscheinung anderer Erkrankungen (zum Beispiel Diabetes mellitus) oder medizinischer Behandlungen sein (siehe Chemocystitis und Strahlencystitis). Klingen die Beschwerden wie Schmerzen beim Wasserlassen, häufiges Wasserlassen, Schmerzen im Bauch oder Becken, Fieber oder blutiger bzw. eitriger Urin trotz Behandlung nicht ab, spricht man von chronischen Harnwegsinfekten. Treten Infekte der Harnwege bei Frauen vor allem in jüngeren Jahren häufig auf, sind sie bei jüngeren Männern eher selten. Mit zunehmendem Alter sind Männer und Frauen etwa gleich häufig betroffen.

Dosierung

Menge eines (Wirk-) Stoffes, die dem Organismus zugeführt wird.

Dysurie

Als schmerzhaft oder unangenehm empfundene Blasenentleerung. Ursache sind meist Behinderungen des Harnabflusses oder Harnwegsinfektionen (siehe Harnwegsinfekt).

Erhaltungstherapie

Weiterführende, meist über einen längeren Zeitraum angelegte Behandlung, die den Erfolg einer primären medizinischen Maßnahme absichern soll (siehe Initialtherapie). Uropol® wird vier bis sechs Wochen lang einmal wöchentlich angewendet, danach monatlich, bis die Beschwerden abklingen.

GAG-Ersatz

Studien haben gezeigt, dass viele Patienten mit chronischen Harnwegsinfekten (siehe Harnwegsinfekte) Defekte in der GAG-Schicht aufweisen. Dadurch ist die blaseneigene Schutzfunktion gestört und es kann zu schmerzhaften Reizungen in der Blasenwand kommen. Uropol® bietet eine wirksame und nebenwirkungsfreie Möglichkeit, die GAG-Schicht auf natürliche Weise zu regenerieren und bestehende GAG-Mängel zu ersetzen.

GAG-Schicht

Die innere Blasenwand ist mit einer Schicht aus Glykosaminoglykanen (GAG) ausgekleidet. Glykosaminoglykane sind Makromoleküle wie Hyaluronsäure und Chondroitinsulfat (siehe Chondroitinsulfat), die Wasser aufnehmen und an sich binden können. In der Blase bilden sie eine dünne Wasserschicht zwischen Urin und Blasenwand. Dieser Schutzfilm verhindert, dass sich Bakterien und Reizstoffe aus dem Urin an der Blasenwand anhaften und zu schmerzhaften Entzündungsreaktionen führen.

Harnwegsinfekt

(Harnwegsinfekte oder Blasenentzündung oder Cystitis)

Entzündung der ableitenden Harnwege (Nierenbecken, Harnleiter, Harnblase und Harnröhre). Die meisten Harnwegsinfekte werden durch Bakterien aus dem Darm hervorgerufen, die durch die Harnröhre in die Blase aufsteigen und dort Entzündungen verursachen (sogenannte Cystitis), vor allem dann, wenn die Schutzschicht in der Blase (siehe GAG-Schicht) geschädigt ist. Harnwegsinfekte, oft als Blasenentzündung bezeichnet, können aber auch die Begleiterscheinung anderer Erkrankungen (zum Beispiel Diabetes mellitus) oder medizinischer Behandlungen sein (siehe Chemocystitis und Strahlencystitis). Klingen die Beschwerden wie Schmerzen beim Wasserlassen, häufiges Wasserlassen, Schmerzen im Bauch oder Becken, Fieber oder blutiger bzw. eitriger Urin trotz Behandlung nicht ab, spricht man von chronischen Harnwegsinfekten. Treten Infekte der Harnwege bei Frauen vor allem in jüngeren Jahren häufig auf, sind sie bei jüngeren Männern eher selten. Mit zunehmendem Alter sind Männer und Frauen etwa gleich häufig betroffen.

Indikation

Krankheitsbild

Initialtherapie

Erste Behandlung als Einstieg in eine meist längerfristig angelegte medizinische Therapie (siehe Erhaltungstherapie). Bei Uropol® umfasst die Initialtherapie vier bis sechs Behandlungen in wöchentlichem Abstand, danach wird Uropol® einmal im Monat angewendet, bis die Beschwerden abklingen.

Instillation

Einbringen von Flüssigkeiten wie Arzneimittellösungen in eine Körperhöhle oder ein Hohlorgan. Auch Uropol® wird über einen Katheter in die Harnblase instilliert.

Interstitielle Cystitis

Bladder Pain Syndrome, Painful Bladder Syndome oder Interstitielle Cystitis

(IC Interstitial Cystitis Syndrome) – Lang andauernde, nicht durch Bakterien verursachte Blasenentzündung (siehe Blasenentzündung), die sich vor allem durch starken Harndrang, häufige Toilettengänge und Schmerzen im Becken- und Blasenbereich bemerkbar macht. Neun von zehn Betroffenen sind Frauen. Die genaue Ursache der Erkrankung ist bis heute unklar. Untersuchungen haben aber gezeigt, dass bei vielen Betroffenen die Schutzschicht (siehe GAG-Schicht) in der Blase geschädigt ist.

Katheterisierung

Einführen eines Katheters (Röhrchen bzw. Schlauch). Bei Erkrankungen der Harnwege werden Katheter häufig im Rahmen einer medizinischen Behandlung eingesetzt, etwa um einen Wirkstoff in die Blase einzuführen (siehe Instillation).

Konzentration

Gibt an, wie viel von einem (Wirk-) Stoff in einer Maßeinheit (etwa ml) enthalten ist.

Medizinprodukt

Produkt, das im Rahmen einer Diagnose oder Therapie (Behandlung) beim Menschen verwendet wird. Im Gegensatz zu Arzneimitteln wirken Medizinprodukte überwiegend auf physikalischem Weg.

Nykturie

Vermehrtes nächtliches Wasserlassen. Ursache können unter anderem Herzprobleme oder gutartige Vergrößerungen in der Prostata sein. Durch Verengungen in der Harnröhre kommt es zu unvollständiger Blasenentleerung und schnell wieder einsetzendem erneutem Harndrang, der sich vor allem im Liegen bemerkbar macht.

Painful Bladder Syndome

Bladder Pain Syndrome, Painful Bladder Syndome oder Interstitielle Cystitis

(IC Interstitial Cystitis Syndrome) – Lang andauernde, nicht durch Bakterien verursachte Blasenentzündung (siehe Blasenentzündung), die sich vor allem durch starken Harndrang, häufige Toilettengänge und Schmerzen im Becken- und Blasenbereich bemerkbar macht. Neun von zehn Betroffenen sind Frauen. Die genaue Ursache der Erkrankung ist bis heute unklar. Untersuchungen haben aber gezeigt, dass bei vielen Betroffenen die Schutzschicht (siehe GAG-Schicht) in der Blase geschädigt ist.

Pollakisurie

Häufiges Wasserlassen, obwohl nur wenig Harn in der Blase ist. Ursache können verengte Harnwege, hormonelle Veränderungen oder Infektionen der Harnwege oder Blase sein.

Reizstoffe

Menschlicher Urin enthält viele Abfallstoffe, die beim Wasserlassen ausgeschieden werden. Ist die Schutzschicht der Blase (siehe GAG-Schicht) beschädigt, können aggressive Substanzen wie Bakterien, Kristalle oder krebserregende Stoffe in die Blasenwand eindringen und schmerzhafte Entzündungsreaktionen auslösen.

Sättigung

Untersuchungen haben gezeigt, dass eine bestimmte Menge Wirkstoff nötig ist, um in einer Anwendung (siehe Instillation) die gesamte Blasenoberfläche mit GAG-Ersatz (siehe GAG-Ersatz) zu bedecken (also zu sättigen) und damit die natürliche Regeneration der blaseneigenen Schutzschicht anzuregen. Mit 400 mg Chondroitinsulfat (siehe Chondroitinsulfat) hat Uropol® die höchste Wirkstoffdosierung, die derzeit auf dem deutschen Markt erhältlich ist und ist das einzige Produkt, das die gesamte Blasenoberfläche mit GAG sättigt.

Selektive Wirkung

Im Gegensatz zu anderen Wirkstoffen, die in der Behandlung von chronischen Harnwegsinfekten (siehe Blasenentzündung) zum Einsatz kommen, reichert sich Chondroitinsulfat (siehe Chondroitinsulfat) nur an den geschädigten Stellen in der Schutzschicht der Blase an (siehe GAG-Schicht) und stellt ihre Funktionstüchtigkeit als Barriere gegen Reizstoffe (siehe Reizstoffe) wieder her.

Strahlencystitis

Häufige Nebenwirkung bei der Bestrahlung von Tumoren im Beckenbereich. Die Blasenentzündung kann während oder nach der Bestrahlung auftreten und äußert sich meist in Form von anhaltendem Harndrang und häufigem Wasserlassen. Ursache der Beschwerden sind keine bakteriellen Erreger, sondern Zellschäden infolge der Strahlung und Defekte in der GAG-Schicht (siehe GAG-Schicht).

Studien

Wissenschaftliche Untersuchungen nach bestimmten Regeln, in deren Rahmen etwa die Wirksamkeit und Sicherheit von Arzneimitteln untersucht wird, bevor sie für die Anwendung am Menschen zugelassen werden. Auch Medizinprodukte (siehe Medizinprodukte) werden vor der Zulassung von staatlichen Stellen überprüft.

Symptome

Anzeichen einer Krankheit

Überaktive Blase

Überbegriff für eine Erkrankung mit verschiedenen Erscheinungsformen. Meist leiden die Betroffenen unter plötzlich auftretendem, zwingenden Drang zur Harnentleerung, auch wenn die Blase kaum gefüllt ist. Andere müssen häufig, aber immer nur geringe Mengen Wasser lassen (siehe Pollakisurie) oder für nächtliche Toilettengänge mehrfach aufstehen (siehe Nykturie).

Urge

Wird auch Drang-Inkontinenz genannt. Dabei setzt meist nur mit kurzer Vorwarnzeit starker Harndrang ein, oft wird die Blase unkontrolliert geleert (Inkontinenz). Ursache sind meist neurologische Störungen.

Uropol®

Verschreibungspflichtiges Medizinprodukt, das den Wiederaufbau der Glykosaminoglykan-Schicht (GAG-Schicht, siehe GAG-Schicht) in der Harnblase fördert. Studien haben gezeigt, dass viele Patienten mit chronischen Harnwegsinfekten (siehe Harnwegsinfekte), Überaktiver Blase, Interstitieller Cystitis, Chemo- oder Strahlencystitis Schäden in der GAG-Schicht haben. Diese gelten daher inzwischen als mögliche Ursache vieler Beschwerden. Uropol® ist das höchst dosierte Produkt mit dem geringsten Instillationsvolumen, das derzeit in der GAG-Ersatztherapie auf dem deutschen Markt erhältlich ist.

Urothel

Innenwand der Blase und weiterer ableitender Harnwege. Durch ihre Form können sich die Urothel-Zellen dem unterschiedlichen Füllungszustand der Blase anpassen und ermöglichen dadurch eine Ausdehnung nach innen. Die Zellen an der Oberfläche, die direkt dem Urin ausgesetzt sind, haben spezielle Membrane, die die Blasewand wie ein Schutzfilm gegen körpereigene Keime und Reizstoffe abschotten.

Verschreibungspflichtig

Verschreibungspflichtige Arzneimittel oder Medizinprodukte (siehe Uropol®) dürfen nur nach bestimmten Regeln an Verbraucher abgegeben werden. Dadurch sollen Patienten vor Missbrauch oder Nebenwirkungen geschützt werden.